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lautSTARK für Respekt

Musikworkshop der JBS Golm mit Jugendlichen der Schule am Stettiner Haff

 

Anlässlich des Volkstrauertages 2018 ermöglichte die JBS Golm einen außergewöhnlichen Musikworkshop für Jugendliche der Schule am Stettiner Haff auf Usedom. An fünf Tagen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit professionellen Musikerinnen Edyta Rogowska und Sarah Magill der Berliner Band „Two Times Twice“. Inhaltlich ging es um elementare Werten wie Respekt, gegenseitige Akzeptanz, Selbstbestimmung, politisches Mitspracherecht und friedliches Zusammenleben.

 

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern handelt es sich um Jugendliche zwischen 10-15 Jahren, die die Schule am Stettiner Haff mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besuchen. Auf der Kriegsgräberstätte Golm wurden mit den Teilnehmenden die Ursachen von Gewalt, Krieg, Diskriminierung und Hass am Beispiel des Zweiten Weltkrieges besprochen. Dabei wurde auch thematisiert, welche Rolle Musik bereits in der Vergangenheit bei der politischen Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Willensäußerungen von jungen Menschen spielte.

 

Edyta Rogowska und Sarah Magill von „Two Times Twice“ zeigten den Teilnehmenden in spielerischen Übungen, wie Musik ein Werkzeug sein kann, sich als Jugendlicher auch zu schwierigen Themen zu äußern. Durch den Workshop stärkten die Jugendlichen ihre eigenen kreativen Potentiale und ihr Recht auf Mitsprache.

 

Ostsee-Zeitung:

http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Usedom/Rappen-texten-und-die-grosse-Politik

 

Das Projekt wurde finanziert von der „Partnerschaft für Demokratie/ Amt Usedom Süd“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

 

 

 MOVED MEMORIES. Border Sounds of Buried Stories

Workshop for International Youth Workers 5.-12. Mai 2018

In der deutsch-polnischen Grenzregion ist bis heute erkennbar, wie gewaltsam erfolgte Migration die europäische Gesellschaft prägt. Beispielsweise verloren durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges Millionen polnische Bürger aufgrund von Umsiedlungen, Zwangsarbeit, Deportationen, Verschleppung, Verfolgung, Flucht und Vertreibung die Verbindung zu ihren ursprünglichen Heimatorten. Aus dem ehemaligen polnischen Osten kommend siedelten sie sich in den verlassenen deutschen Ortschaften an. Die eigenen familiären und kulturellen Entwurzlungen im Gepäck, trafen die Polen in den neuen Zufluchtsorten auf Hinterlassenschaften der vorherigen deutschen Bewohner, zu denen auch Friedhöfe und die Toten an sich gehören. Die Geschichten zu den begrabenen Menschen gingen verloren, doch die Orte an sich existieren bis heute, auch wenn sie meist im Verborgenen liegen. Doch was passiert mit diesen Orten der begrabenen Erinnerungen? 

Diesen Fragen gingen in einem achttägigen, interkulturellen Seminar Fachkräfte der Jugendarbeit aus Polen und Deutschland nach. Ausgangspunkte der gemeinsamen Arbeit waren Kriegsgräberstätten, Friedhöfe und andere vergessene Orte der deutsch-polnischen Geschichte. Um solche Stätten wieder in unser Gedächtnis zu holen, entwickelten die Projektteilnehmer musikalische Performances und Interaktionen.

 Ostsee-Zeitung: Mit Wagner und Hits der 80er über die Freiheit.

In Kooperation mit dem teatr Brama. Das Projekt wurde finanziert vom EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION

Voices of Memory

Deutsch-Polnischer Begegnungsworkshop zum Digital Story Telling 16.-23. September 2017

In unserem Projekt zum „Digital Story Telling“ gaben wir der Vergangenheit eine Stimme. Polnische und deutsche Auszubildende aus den Fachbereichen Polizei und Pädagogik beschäftigten sich im achttägigen Workshop mit Biographien, die im Zusammenhang mit der Bombardierung der Stadt Swinemünde stehen. Gemeinsam produzierten sie daraus digitale Geschichten zur Kriegsgräberstätte Golm. Dabei stärkten sie ihre Aussprache durch ein professionelles Schauspiel- und Sprechtraining, nahmen ihre Texte in einem mobilen Studio auf und fügten ihre Aufnahmen eigenständig zu einem Audiobeitrag zusammen.

Einige Ergebnisse haben wir auf unserer Facebookseite präsentiert. Andrea mit ihrem Beitrag zu den Erinnerungen der Zeitzeugin Isa Brandt. Krystian (FSJler 9/2017-8-2018) mit seinem Beitrag zu den Erinnerungen des Zeitzeugen Gerhard Kühnemund (polnisch).

Gefördert durch: DPJW, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatskanzlei M-V

Flucht – Integration – Erinnerung

Deutsch-Polnische Tagung zum Thema „Gewaltmigration von Polen und Deutschen im 20. Jahrhundert“ 25.-26. Oktober 2016

Derzeit flüchten angesichts von Kriegen und Konflikten weltweit Millionen von Menschen. Die damit für Europa verbundenen Herausforderungen werden in Deutschland und Polen unterschiedlich diskutiert. Die Tagung schaute auf die historischen Erfahrungen von Flucht und gewaltsamer Migration.

Mariusz Siemiątkowski (JBS Golm) begrüßte die Gäste der Tagung, durch die Fabian Schwanzar (JBS Golm) moderierte. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Jörg Hackmann (Universität Szczecin). Die Filmregisseure Jacek Kubiak und Hans-Dieter Rutsch stellten aus polnischer und deutscher Perspektive zwei thematische Dokumentarfilme vor: den Film „Die blonde Provinz“ und „Polen und seine Deutschen“. Prof. Beata Halicka (Poznań) und Dr. Mirjam Seils (Hamburg) referierten zu Migration und Integration nach 1945 in Westpolen und Mecklenburg. Abgerundet wurde die gut besuchte Veranstaltung von einer Podiumsdiskussion mit deutschen und polnischen Experten zum Thema „Flucht und wir. Aktuelle Perspektiven für den deutsch-polnischen Grenzraum“. Dabei diskutierte Hannelore Kohl (Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.) mit Ewa Żmuda-Trzebiatowska (Lehrkraft Deutsch als Fremdsprache), Ibrahim Al Najjar (Integrationsbeauftragter des Landkreises Vorpommern-Greifswald) und Bettina Harz (JBS Golm/Internationaler Theaterworkshop zum Thema Flucht), die ihre unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen einbrachten.

Die Ostsee-Zeitung berichtete: Gewalt-Migration und ihre Folgen.

In Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Die Tagung wurde finanziert von der LpB M-V, der FES M-V und der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement M-V.

On the Run – Ucieczka – Flucht

Internationale Theaterbegegnung zum Thema Flucht 16.-23. September 2016

Was heißt es von Zuhause fortzugehen? Was passiert alles unterwegs? Wie geht es nach dem Ankommen weiter?

Im Projekt beschäftigten sich junge Menschen, die derzeit in Deutschland und Polen leben, mit dem Thema Flucht und Migration. Sie sprachen und begegneten Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Zuhause verlassen mussten.

So sprachen die Projektteilnehmer mit dem Zeitzeugen Wolfgang Krueger aus Stapelfeld bei Hamburg und Czsław Kuckiewicz aus Świnoujście. Wolfgang Krueger flüchtete mit seiner Mutter und zwei Brüdern 1945 aus Hinterpommern in westliche Deutschland. Bei der Flucht kam sein älterer Bruder Martin bei der Bombardierung der Stadt Swinemünde ums Leben. Czsław Kuckiewicz wurde als Kind mit seiner Familie von der sowjetischen Regierung nach Sibirien zur Zwangsarbeit deportiert. Später gelang ihm die Rückkehr nach Polen. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes hatten selbst Fluchterfahrungen gemacht. Sie kommen aus aktuellen Bürgerkriegsregionen wie der Ukraine, Syrien und Venezuela. Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmer aus der Beschäftigung mit dem Flucht Theateraktionen, die an verschiedenen Orten der deutsch-polnischen Grenzregion öffentlich gezeigt wurden. So fanden Theateraktionen in Świnoujście, Greifswald sowie auf den Kriegsgräberstätten Golm und Stare Czarnowo statt.

Ostsee-Zeitung: OZ, Mit 10 starb der Bruder im Bombenhagel.

In Kooperation mit: teatr Brama, teatr Krzyk, StuThe e.V. Das Projekt wurde gefördert von: Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatskanzlei M-V, Sparkasse Vorpommern

Im Osten viel Neues?

Deutsch-Polnische Tagung zum Ersten Weltkrieg 10.-11. April 2015

Der Versailler Vertrag, der das Ende des Ersten Weltkriegs prägte, brachte eine Zeitenwende und zugleich die Neuordnung auf dem europäischen Kontinent. Auf der Tagung wurde diskutiert, welche Auswirkungen dieses Ereignis auf Ostmitteleuropa hatte. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Jan Piskorski (Universität Szczecin) zum Thema „Hundert Jahre Erster Weltkrieg – Erwägungen zur europäischen Gewaltgeschichte“. Weitere Vorträge hielten Dr. Katarzyna Woniak (Berlin), Dr. Malgorzata Grzywacz, Jonas Grygier und Dr. Rüdiger Ritter.

In Kooperation mit Politische Memoriale e.V. Die Tagung wurde finanziert von der LpB M-V und der Heinrich-Böll Stiftung M-V. Mit freundlicher Unterstützung von Johann-Georg Jaeger und Jürgen Suhr (beide MdL).

Die Kinder vom Kamper See

Deutsch-Polnische Schulbegegnung im Januar & März 2015

Der Tagesspiegel: Zu den Kindern vom Kamper See

Focus-Online: Gedenken an die Kinder vom Kamper See

Gefördert wurde die Schulbegegnung von der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz. Zu einem Projektbericht kommen Sie hier.

70 Jahre danach

Gedenkstunde zum fünfzigsten Jahrestag der Bombardierung Swinemündes 12. März 2015

Zu diesem Anlass kamen mehrere Hundert Gäste zur Kriegsgräberstätte Golm. Der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, hielt die zentrale Gedenkrede.

Zum zehnjährigen Jubiläum der JBS Golm fand bereits am 11. März eine Generationenbegegnung zwischen Zeitzeugen und Jugendlichen statt. Außerdem präsentierten wir an diesem Tag den neu aufgelegten und erweiterten Zeitzeugenband „Das Inferno von Swinemünde“.

Die deutsche und polnische Presse berichtete ausführlich, z.B.:

NDR: Swinemünde-Gedenken vor 70 Jahren

Die Welt: Erinnerung an die Toten wachhalten

Neue Osnabrücker Zeitung: Vor 70 Jahren wurde Swinemünde bombardiert