Bundeszentrale pol. Bild.

Das Bild vom Nachbarn

Die rund 30 Teilnehmer des Seminars, Lehrerinnen, Lehrer, Dozenten und Studierende aus Polen und Deutschland in der JBS Golm. Veranstalter und Referenten: V.l. Rey (Abteilungsleiter Gedenkkultur, Bildungsarbeit und Gesellschaftspolitik des Volksbundes), Dr. Köhler (Leiter JBS Golm), Dr. Geiss (Bundeszentrale für pol. Bildung), Prof. Ruchniewicz (Univ. Wroclaw), Dr. Mack (Deutsches Polen-Institut Darmstadt), Dr. Maier (Georg-Eckert-Institut Braunschweig), Prof. Ziemer (Univ. Trier/Warszawa), Prof. Traba (Zentrum für Historische Forschung Berlinder Polnischen Akademie der Wissenschaften)
Teilnahme der Seminarteilnehmer an der Gedenkstunde zum 1. September in Swinoujscie/Swinemünde. Das Leitungsteam der JBS Golm während der Zeremonie. Gemütliche abendliche Diskussion am Stettiner Haff.

Das Bild des Nachbarn

Seminar vom 29.8.-2.9.09 in der JBS Golm zum Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren


Anlässlich der 70. Wiederkehr des deutschen Angriffs auf Polen am 1. September widmete sich eine gemeinsame Tagung für polnische und deutsche Lehrer in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte (JBS) Golm den aktuellen Beziehungen zwischen beiden Staaten. Die Fragestellungen des Seminars berücksichtigen historische und gegenwärtige Entwicklungen. Im Blickpunkt stehen hier zudem die daraus resultierenden pädagogischen Konzepte für Schule und Jugendgruppen. Es ist die erste gemeinsame Veranstaltung des Volksbundes und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Auf der angrenzenden Kriegsgräberstätte können die Seminar-Teilnehmer am historischen Ort einen Eindruck von den schrecklichen Folgen des Nicht-Verstehens oder Nicht-Verstehen-Wollens in Europa gewinnen. Doch wie sollen die komplexen deutsch-polnischen Beziehungen im Unterricht und in Schul-Projekten aufgearbeitet werden? Dieser Frage widmen sich vom 29. August bis 2. September Experten aus beiden Ländern. Sie wollen dabei auch das jeweilige Bild des Nachbarn kritisch analysieren: Wo gibt es Unterschiede, wo liegen die Gemeinsamkeiten? Welchen Einfluss hat die konfliktreiche Vergangenheit heute auf das Zusammenleben im vereinten Europa?


Deutsch-polnische Beziehungen im Unterricht und in Schul-Projekten
Das Bild des Nachbarn 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges

Eine gemeinsame Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in der JBS Golm vom 29.8.-2.9.09


Anlässlich der 70. Wiederkehr des deutschen Überfalls auf Polen widmet sich die Veranstaltung
den Beziehungen zwischen beiden Staaten. Dabei ist der Blick sowohl auf die historische
Entwicklung als auch auf die gegenwärtige Gemengelage gerichtet. Als Bezugspunkt dient die
Behandlung der Thematik im Unterricht, vornehmlich im Fach Geschichte und in den
Gesellschaftwissenschaften. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher historischer Erfahrungen und
Bewertungen werden Fortschreibung und derzeitige Inhalte von Schulbüchern ebenso diskutiert wie
die angemessene Ausbildung von Lehrkräften. Überdies bietet der Tagungsort Kamminke auf Usedom mit dem Kriegsgräberriedhof Golm die Gelegenheit, sich mit neuen Konzepten für Gedenk- und
Lernorte auseinanderzusetzen. Einmünden sollen all diese Gesichtspunkte in die Frage, ob und
welchen Einfluss die konfliktreiche Vergangenheit noch auf das Zusammenleben in einem vereinten
Europa hat. Teilnehmen sollen etwa gleichgewichtig deutsche und polnische Lehrkräfte,
Referendare und Studierende mit dem Ziel Schule. Auch die beteiligten Experten kommen aus
beiden Ländern.

Das Ziel der Fachtagung besteht darin, mit allen Beteiligten eine offene Diskussion zu führen,
die dem Unterricht in Deutschland und Polen neue Impulse verleiht. Der Vergleich von Lehr- und
Lernmaterialien mit denselben Schwerpunkten soll aufzeigen, wo hauptsächlich Handlungsbedarf
besteht. Insgesamt wird die Veranstaltung von der Erwartung getragen, dass die Einsicht in die
historische Grundierung aktueller Sichtweisen den internationalen Dialog fördert. Dasselbe gilt
für den Nutzen der fortschreitenden europäischen Integration für die Beseitigung überkommener
Konflikte.


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