Kriegsgräberstätte Golm
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Swinemünde

Swinemünde ist heute eine polnische Stadt und heißt seit Herbst 1945 Swinoujscie.
Im Potsdamer Abkommen war von den Siegermächten die deutsch-polnische Grenze festgelegt worden. Im Bericht über die Drei-Mächte-Konferenz heißt es u. a., dass - ". . .die Westgrenze Polens . . . östlich einer Linie von der Ostsee unmittelbar westlich von Swinemünde und von dort die Oder entlang verläuft ...". Am 6. Oktober 1945 erfolgte dann von den inzwischen neugebildeten deutschen Behörden die offizielle Übergabe der Stadt an die polnische Verwaltung. Die Ausweisung der noch in der Stadt verbliebenen oder nach Kriegsende zurückgekehrten deutschen Bevölkerung setzte ein. Die letzten Swinemünder, die als ortskundiges Fachpersonal bei der sowjetischen Rotbannerflotte beschäftigt waren, wurden im Januar 1951 ausgesiedelt.
Bis 1957 war die Stadt in einen sowjetischen und einen polnischen Bezirk aufgeteilt, in den die polnische Bevölkerung nur zögernd einwanderte. Die letzten sowjetischen Flotteneinheiten und ihre Dienststellen zogen 1992 endgültig ab und Polen konnte über das ganze Stadtgebiet verfügen. Inzwischen ist aus der ehemaligen deutschen Stadt eine aufstrebende polnische Hafenstadt geworden. Die Einwohnerzahl beträgt gegenwärtig 44.000. 1939 hatte die Stadt ca. 30.000 Einwohner.
Eine unmittelbare Begegnung zwischen Deutschen und Polen über die neue Grenze hinweg war erstmals 1972 durch die zeitweilige Öffnung eines Grenzübergangs in Ahlbeck möglich. Seit 1989 können Fußgänger und Radfahrer auf der B 111 (Grenzübergang Ahlbeck) oder über die Ostsee (Fahrgastschiffe) die Grenze passieren.



Ein weiterer Grenzübergangs auf der B 110 unterhalb des Golms wurde zunächst für Reisebusse, Radfahrer und Fußgänger im April 2007 geöffnet.
Seit dem 21. Dezember 2007 und dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen sind beide Übergänge auch für PKW passierbar.
Auch die Usedomer Bäderbahn strebt einen grenzüberschreitenden Schienenverkehr an, seit März 2008 ist die Verlängerung der Trasse bis nach Swinoujscie-Centrum fertiggestellt. Ab Sommer 2008 soll dort der fahrplanmäßige Verkehr aufgenommen werden.



Auf dem Friedhof in Swinemünde/Swinoujscie hat die Interessengemeinschaft Gedenkstätte Golm e. V. 1999 einen Gedenkstein errichten können, der in deutscher und polnischer Sprache an die Bombenopfer des 12. März 1945 erinnert. Sowohl zum 12. März, als auch am 2. November (Allerseelen) werden für die Menschen beiderseits der Grenze gemeinsam gestaltete ökumenische Gedenkstunden durch die Jugendbegegnungsstätte Golm angeboten unter Beteiligung von Vertretern der Kirchen und der Stadtverwaltung Swinoujscie.
Diese grenzüberschreitenden Bemühungen tragen dazu bei, das Verständnis der Menschen beider Völker füreinander zu fördern, gerade auch im Blick auf die dunkle Vergangenheit an diesem geschichtsträchtigen Ort.




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