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Die am 12. März 1992 gegründete Interessengemeinschaft Gedenkstätte Golm e. V. widmete sich erfolgreich dem Ziel, sich in Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen und Interessierten für die Erhaltung und würdige Gestaltung des Kriegsopferfriedhofes auf dem Golm einzusetzen. Durch die Bereitstellung von Bundesmitteln konnte 1995 mit Unterstützung des Amtes Ahlbeck bis Stettiner Haff die Gesamtgestaltung der Anlage vollendet werden. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde in Verbindung mit der Aufarbeitung und Dokumentation der Vergangenheit zu einem weiteren Schwerpunkt. Ansichtskarten, Poster und Faltblätter informierten in den Kurverwaltungen und Hotels über den Golm als lohnendes Ausflugsziel.
Die Ausstellung in der Garzer Kirche über die Geschichte des Golms und seine Umgebung ist eine nützliche Ergänzung zur Dokumentation auf dem Golm und vermittelt Einblicke in geschichtliche Hintergründe. Es wird u.a. dargestellt, wie das Golmgebiet in die Vorbereitung des 2. Weltkrieges einbezogen wurde und wie nach Kriegsende, die örtliche Bevölkerung sich für die Pflege und die Erhaltung der Gräber auf dem Golm eingesetzt hat. Anlässlich der 50. Wiederkehr des Bombenangriffs wurden Gedenkmedaillen in verschiedenen Ausführungen (silber, silberfarben, und goldfarben) herausgegeben.
Die Broschüren: DER GOLM AUF USEDOM - Wahrzeichen, Ausflugsziel und Gräberstätte - Deutsche Geschichte an einem Ort (herausgegeben 1996) DAS INFERNO VON SWINEMÜNDE - Überlebende berichten über die Bombardierung der Stadt am 12. März 1945 (herausgegeben 2002) sind Beiträge von Mitgliedern und Freunden der Interessengemeinschaft, in denen Vergangenheit und Gegenwart dieses Ortes dargestellt werden. Medaillen und Broschüren können über die Jugendbegegnungsstätte Golm bestellt werden. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft haben mit ihrem Engagement im Laufe der vergangenen 10 Jahre entscheidend dazu beigetragen, dass der Golm auf Usedom zu einem Ort geworden ist, der Menschen aus ganz Deutschland anzieht, anspricht und motiviert. Darüber hinaus werden die Kenntnisse über die historischen Zusammenhänge und Hintergründe in dieser sensiblen Grenzregion das Verständnis der Menschen beider Völker füreinander erleichtern. Auch für die friedenspädagogische Arbeit in der internationalen Jugendbegegnungsstätte Kamminke, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. 2005 errichtet hat, hat die Interessengemeinschaft gute Vorarbeit geleistet.
Die Mitglieder der Interessengemeinschaft um ihre Vorsitzende Ingeborg Simon beschloss am Volkstrauertag 2005 in den Räumen der Jugendbegegnungsstätte die Selbstauflösung des Vereins. Alle selbstgestellten Aufgaben waren erfolgreich gelöst worden und in der Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes hatte sich eine Nachfolgerin für die vielschichteige Arbeit rund um den Golm gefunden. Am 9. Januar 2007 erfolgte die feierliche Übergabe der Aufgaben und des Vereinsnachlasses an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in der Jugendbegegnungsstätte Golm. Der Volksbund zeichnete den Vorstand der Interessengemeinschaft für die geleistete Arbeit mit der Immanuel-Kant-Medaille, der höchsten Ehrung des Volksbundes aus.
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Pastor i.R. Otto Simon
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